Max Brod Trio

©Adam Markowski

„Frische und Geschlossenheit (…), die man nur allzu selten zu hören bekommt.“

Stephen Hall, MusicWeb International

Initialzündung für die Gründung des Max Brod Trios waren von der Europäischen Union geförderte interkulturelle Konzerte anlässlich der Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus im ehemaligen Konzentrationslager Theresienstadt im tschechischen Terezín. Aus den Musikern, die damals das Strawinsky-Septett spielten, entstand so 2005 spontan das Trio um Gründerin und Pianistin Kerstin Straßburg mit der Idee, insbesondere die künstlerisch-musikalische Verständigung zwischen der deutschen, tschechischen und jüdischen Kultur nach dieser ersten Begegnung weiter zu fördern. Bereits kurz nach der Gründung folgten Einladungen und Tourneen nach Tschechien, Großbritannien, Frankreich, China und in die USA.

In der Saison 2021/22 konzentriert sich das Max Brod Trio mit seinem Programm nach der erzwungenen Corona-Pause auf die Stücke des sonst fast vergessenen Robert Kahn.


Auf große internationale Resonanz stießen die bisherigen CD-Aufnahmen des Klaviertrios bei Arcodiva (2006) und MDG Dabringhaus und Grimm (Schubert 2010, Dvorak 2011, Beethoven 2012). Im Februar 2016 ist eine weitere CD bei MDG mit Klaviertrios von Robert Kahn erschienen, die mit einem Platz auf der Longlist für den Preis der deutschen Schallplattenkritik honoriert wurde.


Max Brod

Max Brod, der als Impresario, Kritiker und Komponist im Prag des frühen 20. Jahrhunderts tätig war, bemühte sich intensiv um eben diese interkulturelle Verständigung und verdient mehr als bislang, in das historische Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt zu werden.

Auch über 15 Jahre nach seiner Gründung verschreibt sich das Max Brod Trio den Idealen seines Namensgebers – und hat sie noch ausgeweitet: Das Vermitteln zwischen Kulturen hat das Trio zum Vermitteln auch zwischen unterschiedlichsten Genres entwickelt. Zu seinen besonderen Anliegen gehören Offenheit für neue Konzepte und Initiativen sowie unge­wöhn­liche kulturelle Projekte. So war das Max Brod Trio seit 2013 zusammen mit zwei Radio-Moderatoren mit einer eigenen Konzertreihe unter dem Namen „Salon Trialog“ in Berlin zu hören.


Kerstin Straßburg | Klavier

wuchs in Washington DC auf. Sie studierte Klavier zunächst als Jungstudentin in Hannover bei Prof. Konrad Meister, bei dem sie dann auch ihr Hauptstudium begann. Ihr Examen machte sie in der Klasse von Prof. Hans Leygraf an der Hochschule der Künste Berlin. Bereits in dieser Zeit begann ihre rege Konzerttätigkeit. Sie nahm an diversen internationalen Meisterkursen und Förderprojekten teil. Nunmehr tritt sie als Solistin und gefragte Kammermusikerin mit verschiedensten Ensembles und Orchestern nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern und in den USA auf.

Daniela Braun | Violine

studierte in Berlin Violine bei Joachim Hantzschk und Antje Weithaas sowie Kammermusik für Streichquartett bei Eberhard Feltz. Mit dem Abraxas Quartett wurde sie Preisträgerin beim Internationalen Streichquartettwettbewerb Tromp/Eindhoven 2004. Daniela Braun ist eine gefragte Kammermusikerin mit Interesse sowohl an Alter wie an Neuer Musik. Beim West Eastern Divan Orchestra arbeitete sie 2007/2008 als Geigen-Dozentin und begleitete das Orchester auf Konzertreisen. Nach fünf Jahren bei der Staatskapelle Berlin wechselte Daniela 2011 an die Komische Oper, wo sie als Stimmführerin der 2. Violinen tätig ist.

Christoph Lamprecht | Violoncello

studierte zunächst Violoncello und Barockcello an der Hochschule für Musik in Frankfurt am Main. Sein Konzertexamen absolvierte er ‚mit Auszeichnung‘ an der Berliner Hoch­schule für Musik „Hanns Eisler“ in der Klasse von Josef Schwab. Als Solist war er u.a. zu Gast beim Rheingau Musikfestival, an der Frankfurter Alten Oper, bei der St. Petersburger Cappella, bei „Villa Music“ und vielen weiteren Festivals. Seine Arbeit mit dem Mainzer Barockensemble wurde in zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen dokumentiert.

Seit 1995 ist Christoph Lamprecht stellvertretender Solocellist an der Komischen Oper Berlin.


Pressebilder

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